• Mitarbeiter aus dem Bereich Konstruktion bei de Man
22.04.21

Roboter serviert Kaffee

Kaffeeroboter

Studenten präsentieren Abschlussarbeit bei de Man: Von Bier ausschenkenden Robotern haben die meisten schon mal gehört. Warum also nicht einen Roboter Kaffee zubereiten lassen? Das dachten sich drei Absolventen der Fachschule für Technik des Carl-Severing-Berufskollegs aus Bielefeld und schon war die Grundidee für ihre Abschlussarbeit bei der Firma de Man Automation + Service aus Borgholzhausen geboren. Gemeinsam mit dem Automatisierungsspezialisten entwickelten die Studenten eine kompakte Roboterzelle, die zukünftig auf Messen zum Einsatz kommt.

Nach insgesamt acht Wochen Umsetzungsphase präsentierten Edgard Braun, Lars Markmann und Niklas Reckmann ihr Projekt vergangene Woche zunächst in der Firma de Man und abschließend in der Technikerschule. An einem Tablet gibt der Nutzer zunächst die gewünschte Kaffeegröße sowie die Menge an Zucker und/oder Milch ein. Der Roboter holt dann einen Pappbecher vom Stapel und stellt ihn unter die Kaffeemaschine. Mit einem Greifer drückt er solange auf den Hebel des Mengenbrühers, bis der Becher entsprechend der gewünschten Menge gefüllt ist. Anschließend transportiert der Roboter den Kaffee – sofern gewünscht - zur Milchstation. Um die Milch exakt dosieren zu können, konstruierten die Studenten hierfür eine ganz individuelle Vorrichtung. Die Zuckerwürfel liegen vereinzelt auf einer dunklen Oberfläche, sodass sie von einer Kamera problemlos erkannt werden können. Mit einem separaten Greifer nimmt der Roboter nun die Würfel in der gewünschten Anzahl und gibt sie in den Kaffee. Anschließend reicht er den fertigen Becher durch einen Drehteller an den Kunden. Zukünftig wird der Roboter auf Messeständen von de Man zum Einsatz kommen und den Besuchern ihren gewünschten Kaffee zubereiten. Hier wird er dann allerdings aus Sicherheitsgründen von einem Zaun umgeben sein.

Die Studenten waren – in enger Zusammenarbeit mit den Experten von de Man – für die komplette Umsetzung des Projektes von der Planung über die Konstruktion der benötigten mechanischen Komponenten bis hin zur SPS- und Roboterprogrammierung verantwortlich. Am meisten Zeit haben die Testläufe und Optimierungen der Abläufe beansprucht, so die drei Techniker bei der Präsentation. Alle Beteiligten waren rundum zufrieden mit dem Projekt. Nun geht es für die drei Studenten mit ihren neu gewonnenen Kenntnissen auf ins Berufsleben.